Ahnenforschung Paap

Soldatenschicksale


Willi Lose - gefallen am ersten Tag des 2. Weltkriegs

Wilhelm Johannes Lose wurde am 9. April 1914 als fünftes Kind der Eheleute Wilhelm Louis Johannes Lose und Maria Sofia geb. Sparf in Schiffbek geboren.

Willi Lose

Im April 1934 kam Willi Lose zur Reichswehr nach Schwerin. Seine Erkennungsmarke hatte die Nr: -15-7.I.R.90. Er wurde Kradmelder und Unteroffizier der Wehrmacht. Am 1. September 1939 wurde er als Angehöriger des Truppenteils 7.Kp. V. I.Rgt. 90 durch einen Kopfschuß bei Konitz getötet. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof Henningsdorf.

Laut Mitteilung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde Willi Lose umgebettet auf den Deutschen Soldatenfriedhof Stare Czarnowo, Block 3, Reihen 30-31, Gemeinschaftsgrab 1497-1509

Sollte jemand weitere Informationen über die Kampfhandlungen der 7. Kompagnie des 5. Infanterie-Regiments Nr. 90 am 1.9.1939 bei Konitz haben, in deren Verlauf Willi Lose gefallen ist, würde ich mich über eine Nachricht freuen (email).

Kradmelder in voller Fahrt Grab von Willi Lose

Willi Wulf - vermisst in Russland

Wilhelm Bernhard Hinrich Wulf wurde am 4. Oktober 1914 als sechstes Kind der Eheleute Waldemar Karl Heinrich Wulf und Anna Maria Caroline Friederike geb. Schulz in Schiffbek geboren. Am 28. Oktober 1939 heiratet er in Hamburg Käthe Lose, die kirchliche Trauung findet erst am 2. März 1942 in der Martinskirche in Hamburg-Horn statt.

Willi Wulf

Die letzte eigene Nachricht Wilhelm Wulfs datiert vom Februar 1945, danach gilt er als vermisst. Erst im September 1973 erhält die Ehefrau vom Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes ein abschließendes Gutachten über das Schicksal ihres verschollenen Ehemannes. Es kommt zu dem Schluß, dass Wilhelm Wulf als Angehöriger des Sturm-Bataillons des Oberkommandos der 4. Armee mit hoher Wahrscheinlichkeit in Ostpreußen gefallen ist.

Im Januar hielt die 4. Armee noch einen weit nach Osten vorspringenden Frontbogen in der Linie Suwalki - Augustow - Ossowiec - Lomza, 120 km nordostwärts von Warschau, wo auch das Sturmbataillon des Oberkommandos der 4. Armee eingesetzt war. Um einer Einschließung durch Verbände der Roten Armee zu entgehen, musste das Bataillon über Grajewo in den Raum Lyck zurückweichen, wo es zersprengt wurde. Ein Teil wich nach Norden in Richtung Gumbinnen - Insterburg aus, andere wurden über Lötzen, das am 26. Januar in sowjetische Hand fiel, auf Allenstein abgedrängt.

Die aus allen Richtungen zurückweichenden Einheiten, darunter auch die Reste des Sturmbataillons, wurden zwischen Braunsberg und Heiligenbeil, 45 km südwestlich von Königsberg, am Frischen Haff zusammengedrängt. Es folgten wochenlange, verlustreiche Kämpfe, bis am 24. März Heiligenbeil von den sowjetischen Truppen eingenommen wurde. Nur wenigen gelang es noch Ende März, sich nachts von der Halbinsel Balga auf Flößen und Prähmen auf die Nehrung oder nach Pillau zu retten. Die Kämpfe um Pillau haben nur sehr wenige überlebt.